GSM- Diverse Codes... ...zum eintippen ins Handy als Telefonnummer (C) Copyright by Erk Struwe Wer die eine oder andere Einstellung seines Handys ändern möchte, aber keine Lust hat, minutenlang in den Menü-Abgründen herumzusuchen, findet hier die passenden Divert-Codes oder auch MMI-Sequenzen genannt (man-machine-interface). Diese sind im GSM-Standard vorgesehen und müßten deshalb in allen deutschen Netzen (D1, D2, E-plus und E2) funktionieren. Vorausgesetzt, der Netzbetreiber hat das jeweilige Feature überhaupt schon freigeschaltet. Nach dem Eingeben eines jeden Befehls muß die Senden-Taste gedrückt werden, als wäre es eine ganz normale Telefonnummer. Jeder Code besteht aus einem Anfangscode, gefolgt von dem eingentlichen Befehlscode, evtl. einem oder mehreren Argumenten und einer # als Endkennung des Befehls.   Code-Einleitung Code Funktion Anmerkung ** oder * einschalten * = "activate", ** = "register" ## oder # ausschalten # = "deactivate", ## = "deregister" *# abfragen ("inquire/status") Befehlscodes Code Funktion Anmerkung ein/aktiv aus abfragen 002 alle Umleitungen   ##002# 004 alle bedingten Umleitungen (besetzt,nicht erreichbar, Nichtannahme)   ##004# 03 Paßwort für Sperren ändern **03*330*altes PW*neues PW*neues PW# 04 PIN ändern **04*alte Pin*neue Pin*neue Pin# 042 zweite PIN ändern **042*alte Pin2*neue Pin2*neue Pin2# PhaseII-Merkmal, benötigt auch PhaseII-SIM 05 PIN mittels PUK neu setzen **05*PUK*neue Pin*neue Pin# 052 zweite PIN mittels PUK neu setzen **052*PUK*neue Pin2*neue Pin2# PhaseII-Merkmal, benötigt auch PhaseII-SIM 06 Gerätenummer IMEI (International Mobile Equipment Identifier)     *#06# Gerätebefehl! 21 Umleiten aller Rufe [Hinweis: Hier besteht ein Unterschied zwischen De-)Aktivierung (** bzw. ##) und (De-)Registrierung (* bzw. #). ** registriert und aktiviert die Umleitung, die dann einfach per #21# deaktiviert bzw. mit *21# reaktiviert werden kann.] **21*Rufnummer# (ein und aktiv) *21# (aktiv) ##21# (aus) #21# (inaktiv) *#21# Einschalten der alten Umleitung: **21# (selten implementiert) eigene Mailbox aus (Eplus): **21*eigeneNummer0# 30 (calling line identification presentation, CLIP): Will ich als Angerufener die Nummer des Anrufers angezeigt bekommen? *30# #30# *#30# Nummer ausnahmsweise nicht anzeigen: *#30#Rufnummer# 31 (calling line identification restriction, CLIR): Will ich als Anrufer, daß der Angerufene meine Nummer angezeigt bekommt? *31# #31# *#31# Nummer für einen Anruf übermitteln / nicht übermitteln: *#31#Rufnummer# bzw. #31#Rufnummer# benötigt "SO-CLIR"-Berechtigung 33 Sperren abgehender Gespräche **33*PW# #33*PW# *#33# 330 alle Anrufsperren (abgehend und ankommend) **330*PW# #330*PW# *#330# 331 Sperren abgehender Auslandsgespräche **331*PW# #331*PW# *#331# 332 Sperren abgehender Auslandsgespräche mit Ausnahme von Gesprächen ans eigene Netz **332*PW# #332*PW# *#332# 333 Sperren aller abgehender Gespräche **333*PW# #333*PW# *#333# selten implementiert 35 Sperren ankommender Anrufe **35*PW# #35*PW# *#35# 351 Sperren ankommender Anrufe bei Aufenthalt in anderen Netzen (= bei Auslandsaufenthalten) **351*PW# #351*PW# *#351# 353 Sperren aller ankommender Gespräche **353*PW# #353*PW# *#353# selten implementiert 43 Anklopfen *43# #43# *#43# benötigt "call waiting"-Berechtigung Folgende Sequenzen sind bei laufendem Gespräch möglich: 0 [SEND] Gehaltenen Anruf beenden oder anklopfenden Anrufer abweisen 1 [SEND] Laufender Anruf beenden UND anklopfender oder wartenden Anruf übernehmen 1X [SEND] Gezielt den Anruf X beenden (auch bei Konferenz). (Beispiel: Anruf Nr. 3 beenden: 13 [SEND]) 2 [SEND] Aktiven Anruf parken UND neuen oder wartenden Anrufer holen 2X [SEND] Gezielten den Anruf X parken und neuen Anruf starten (Beispiel: Anruf Nr. 4 parken: 24 [SEND]) 3 [SEND] Gehaltenen Anruf in laufende Unterhaltung einzubinden (zur Konferenz dazuholen) XXX [SEND] Neues Gesräch beginnen und laufendes Gespräch parken (XXX ist die gewünschte Rufnummer) [END] Alle Anrufer (außer anklopfender Anruf) beenden Wichtiger Hinweis: Die Konferenz-Funktionen (mehr als 2 Gesprächsteilnehmer auf einmal) werden nicht in allen Netzen oder Verträgen angeboten! Es sind teilweise erhebliche Aufpreise zu erwarten. 61 nichtangenommene Anrufe umleiten [siehe Hinweis bei 21] **61*Rufnummer# (ein und aktiv) *61# (aktiv) ##61# (aus) #61# (inaktiv) *#61# Umleitung auf Mailbox aus: **61*eigeneNummer0# 62 Umleiten, wenn nicht erreichbar [siehe Hinweis bei 21] **62*Rufnummer# (ein und aktiv) *62# (aktiv) ##62# (aus) #62# (inaktiv) *#62# Einschalten der alten Umleitung: **62# (selten implementiert) Umleitung auf Mailbox aus: **62*eigeneNummer0# 67 Umleiten, wenn Anschluß besetzt [siehe Hinweis bei 21] **67*Rufnummer# (ein und aktiv) *67# (aktiv) ##67# (aus) #67# (inaktiv) *#67# Einschalten der alten Umleitung: **67# (selten implementiert) Umleitung auf Mailbox aus: **67*eigeneNummer0# 76 (connected line identification presentation, COLP): Will ich als Anrufer sehen, unter welcher Nummer ich den Angerufenen erreicht habe? (N.B.: Es gibt ja Rufumleitungen...) *76# #76# *#76# 77 (connected line identification restriction, COLR): Will ich als Angerufener, daß der Anrufer sieht, unter welcher Nummer er mich erreicht hat? (N.B.: Auch ich selber kann Rufumleitungen geschaltet haben!) *77# #77# *#77# Tip:Die Codesequenzen lassen sich oftmals auch sinnvoll kombinieren. Wer beispielsweise im Urlaub seine Ruhe haben und auch vermeiden will, daß ihm unter chronischer Telefonitis leidende Zeitgenossen die Mailbox vollquasseln, der schaltet sie einfach für "Nichterreichbarkeit" und "keine Rufannahme" ab (also per **62*eigeneNummer0# und **61*eigeneNummer0# ) N.B.: Im Gegensatz zur **21*eigeneNummer0# kommt der Anruf immer noch "durch", d.h.: Es klingelt und man kann anhand der angezeigten Nummer entscheiden, ob man ihn ausnahmsweise annimmt oder nicht. Im letzteren Fall ertönt nach dem 5.Klingelzeichen ein Besetztzeichen. Tip:Häufig gebrauchte Codesequenzen kann und sollte man sich im Nummernspeicher des Handys ablegen, wenn das Mobiltelefon über Kurzwahltasten verfügt, um so besser! Zukünftig wird man mittels der folgenden Dienstekennungen einzelne Gesprächsarten selektiv beeinflussen können. Dazu wird die entsprechende Dienstekennung vor das abschließende # in den MMI-Befehl eingefügt. Beispielsweise würde die Sequenz **21*Rufnummer*13# alle Faxe (und nur diese!) an die genannte Rufnummer umleiten.   Dienstkennungen 10 alle Teledienste 11 Sprachdienste 12 Datendienste 13 Fax 14 Datex-J 15 Teletex 16 Kurzmitteilungen (SMS) 18 alle Datendienste außer Kurzmitteilungen 19 alle Teledienste außer Kurzmitteilungen 20 alle Dienste 21 alle Asynchrondienste 22 alle Synchrondienste 23 3,1kHz-Mobilfunkdienste 24 synchrone Punkt-zu-Punktverbindungen inkl. PADs 25 asynchrone Punkt-zu-Punktverbindungen inkl. PADs 26 Datenpaketvermittlunginkl. PADs 27 Dienste mit PAD-Beteiligung 29 Digitalübertragung mit 12kbps Auch für SMS gibt es Kennungen für eventuelle Umsetzungen durch Gateways. Meines Wissens nach sind die Gateways noch nicht in Betrieb. Kennungen für SMS 0 Standard-SMS 33 Telex / Teletex 34 Fax Gruppe 3 35 Fax Gruppe 4 36 Sprachumsetzung 37 Ermes 38 Paging 49 X.400 (E-Mail) Viele Mobiltelfone sind inzwischen in der Lage, SMS-Broadcast-Nachrichten zu empfangen. Hierbei handelt es sich um SMS an alle Mobiltelefone in der jeweiligen Funkzelle. Mannesmann Mobilfunk (D2) benutzt z. B. die Kanäle 50 und 100 zur Übertragung der Vorwahlbereiche für Best City Special. Kennungen der SMS-CB-Kanäle 000 Index 010 Aktuelles 020 Krankenhäuser 022 Ärzte 024 Apotheken-Dienste 030 Verkehr überregional 032 Verkehr regional 034 Taxi 040 Wetter 050 Funkzellen-Infos 052 Netzwerk Informationen 054 Netzbetreiber Infos 056 Nationale Angelegenheiten 057 Internationale Angelegenheiten 058 Nationaler Kundendienst 059 Internationaler Kundendienst