Diskusfische

Bätscher Marcel

Erstveröffentlichung 02.02.2002 www.diskus.ch.vu

wissenschaftliche Bez. Zur Zeit sind folgende Diskusarten bekannt:

Symphysodon discus discus (Heckel, 1840) / Heckel- oder Echter Diskus

Symphysodon discus willischwartzi (Burgess, 1981) / Blaukopf-Diskus

Symphysodon aequifasciatus aequifasciatus (Pellegrin, 1904) / Grüner-Diskus

Symphysodon aequifasciatus haraldi (Schultz, 1960) / Blauer-Diskus

deutscher Name Diskus oder Pompadurfisch
Erstbeschreibung Johann Jacob Heckel, 1840
Synonyme mir keine bekannt

Einige Züchter benennen Ihre Zuchtformen mit wissenschaftlich klingenden Namen. Sämtliche Zuchtformen sind jedoch keine eigentlichen Arten, nicht einmal Unterarten. Es handelt sich dabei lediglich um Zuchtformen die bestenfalls als solche in die wissenschaftliche Beschreibung der Nominatform eingehen.

Länge kommt noch
max. Alter 10 Jahre Aquarium.ger
Flossenformel kommt noch
Vorkommen Amazonasstromgebiet

Die Diskusfische halten sich meist in Ufernähe von langsamfließenden Gewässern auf, da sie sich hier in eingetauchten Ästen und Bäumen verstecken können. Auch ist hier der Bodengrund meistens mit Blättern überdeckt, so dass die Fische hier reichlich Nahrung (Mückenlarven, Süßwassergarnelen) finden können.

Geschlechtsunterschied

kommt noch

Ansprüche Becken ab 400 l Inhalt für eine kleine Gruppe von ca. 6 Stk.. Diskusfische sind Gruppenfische die nicht einzeln gehalten werden sollten. Zur Zucht kann man vorübergehend ein Paar in einen Zuchtwürfel setzten damit sich das Paar ungestört von anderen Aquarienbewohnern um das Gelege kümmern kann.
Wasserwerte 28 - 32 °C
ausgesprochen sauberes und sauerstoffreiches Wasser bevorzugt
extrem tiefe Härte und pH Werte
Ersteinführung 1921 wurden die ersten lebenden Diskusfische nach Deutschland gebracht.
1960 begann der eigentliche Export auch in Fachgeschäfte und somit in die Aquarien der Fischliebhaber und Fischzüchter.
Literatur

Ihr Hobby Diskus, Bernd Degen, 1999 2. überarbeitete Auflage
ISBN 3-931 792-24-2

National Geographic Ausgabe März 2002 und ca. Nov. 2001

Diskusmelle / 

Die Lebensdauer der Fische / http://www.netcologne.de/~nc-ihlowo/fischalter.htm

 

Artbeschreibung

 

Diskus Wildformen

Bätscher Marcel

Seit der Entdeckung der Diskusfische ist eine bis heute anhaltende Diskussion über die Bestimmung und Zuordnung der Diskusfischarten entbrannt. Natürlich möchte sich jeder verewigen und gerne einen "neuen Diskus" "entdecken". Dies brachte die Jäger dazu jede Farbform gleich als neue Art zu bejubeln und heute bringt es viele Züchter dazu, mit Ihren neuen "Fantasienamen" für Zuchtformen weitere Verwirrung zu stiften.

Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass die zur Zeit gültigen Einteilungen falsch sind da es sich lediglich um eine Einteilung nach Farbnuancen handelt die vermutlich nicht viel (bis gar nichts) wissenschaftliches an sich hat. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Diskusfischarten, eines Tages, anhand der heutigen Kenntnisse und unter Berücksichtigung genetischer Verwandtschaftsbeziehungen, neu aufgearbeitet werden. Bei der Neu-Aufarbeitung der Verwandtschaftsbeziehungen könnten unter Umständen sehr erstaunliche Ergebnisse zu Tage gebracht werden.

Es ist durchaus denkbar, dass sämtliche Diskusfische einer einzigen Art angehören. 

Es kann jedoch genauso gut auch festgestellt werden, dass die verschiedenen Diskusarten weit weniger Verwandtschaftsbeziehung haben als angenommen.

Derartige erstaunliche Ergebnisse sind bei Neuaufarbeitungen von Tier-Arten unter Berücksichtigung der Gentechnik an der Tagesordnung da die meisten "wissenschaftlichen" Artbeschreibungen bisher ohne Berücksichtigung genetischer Abstammung erstellt wurden. Dies ist nicht weiter verwunderlich, da diese Technologien ausgesprochen neu sind.

Leider bedeutet diese Tatsache auch, dass die meisten "wissenschaftlichen" Beschreibungen von Tieren nicht den Tatsachen entsprechen und die bisherigen Erkenntnisse über die Verwandtschaftsbeziehungen von Tieren völliger Quatsch sind.

Diese Gattungszuordnungen wurden anhand von Aussehen, Verhaltenseigenschaften sowie unter Berücksichtigung anatomischer Eigenheiten erstellt. Diese Zuordnungsmethoden gehören heute jedoch der Steinzeitwissenschaft an.

Dies belegen aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft. Z.B. bei der Aufarbeitung der Gattungen der europäischen Fledermäuse wurde festgestellt, dass die bisherigen "wissenschaftlichen" Zuordnungen komplett falsch sind.

Es stellte sich heraus, dass zum Teil Gattungen, die sehr ähnlich aussehen und somit von den "Wissenschaftlern" als eng verwandt bezeichnet wurden, überhaupt nicht verwandt sind! Bei anderen Gattungen wurde genau das Gegenteil festgestellt. Einige Populationen die einer Gattung zugeordnet wurden, stellten sich bei der Genanalyse als eigenständige Gattungen heraus, die vor Millionen von Jahren aus einer ganz anderen Gattung hervorgegangen sind. Schlussendlich musste die Anzahl bekannter europäischer Fledermausgattungen in etwa verdoppelt werden.

Ein weiteres solches Beispiel kann man bei den Wölfen / Hunden beobachten, bei denen viele "Wissenschaftler" der Ansicht sind, dass es sich bei Wolf und Hund nicht um das selbe Tier handelt. 

Leider beweist die Genetik auch in diesem Falle, dass es sich bei dieser Unterscheidung keines Falls um eine "wissenschaftliche" Unterscheidung von Arten handelt, sondern lediglich um die Bezeichnung für freilebende Hunde und für domestizierte Hunde. Genetisch gesehen handelt es sich um das selbe Tier.

Allen die diese Ansicht nicht Teilen oder es sogar als anmassend empfinden, die aktuell herrschende "wissenschaftliche" Meinung anzutasten, muss ich leider antworten wie es schon Galileo Galilei in ähnlichen Situationen tat:

Die Namen und die Attribute müssen sich dem Wesen der Dinge anpassen und nicht das Wesen den Namen, weil zuerst die Dinge waren und dann die Namen!!!
Galileo Galilei (15.02.1564 - 08.01.1642)

 

 

Heutzutage "bekannte" Diskusarten

 

Symphysodon discus discus / Der Heckeldiskus oder Echter Diskus

Der Heckeldiskus wird meistens im Rio Negro und seinen Nebenflüssen gefangen. Er wird aber auch in den Flüssen Rio Abacaxis, oder Rio Canuma gefangen. Hier gibt es aber auch Mischformen (Heckel Cross), da es in diesem Bereich auch die Art Symphysodon aequifasciatus gibt. Auch diese Vorkommen lassen ernsthaft daran Zweifeln, ob es sich bei den beiden "Diskus-Arten" wirklich um Arten handelt oder ob es sich lediglich um Farbnuancen einer Art handelt.

Der Heckeldiskus lässt sich in der Regel am leichtesten erkennen. Er weist normalerweise neun dunkelbraune bis schwarze senkrechte Streifen auf. Der erste Streifen zieht sich durch das Auge und der letzte erstreckt sich über die Schwanzflosse. Das fünfte Querband erstreckt sich über die Mitte des Fisches. Die Augenfarbe kann sich von Hellgelb über orange bis leuchtend rot erstrecken.

 

 

Symphysodon discus willischwartzi (Burgess, 1981) / Blaukopf-Diskus

keine Informationen

 

 

Symphysodon aequifasciatus aequifasciatus / Der Grüne Diskusfisch

Der Grüne Diskusfisch wird in den Flüssen Rio Tefe, Rio Coari, sowie im Lago Tefe, Lago Caiambé und Lago Coari gefangen. Dies ist das Gebiet um die Stadt Tefé. Diese Stadt befindet sich am Amazonas, ein gutes Stück bevor sich dieser mit dem Rio Negro vereint. 

Des weiteren ist der Grüne Diskus auch im Rio Putumayo, der Peru von Kolumbien trennt und in Brasilien Rio Ica genannt wird, zu finden.

 

Der Grüne Diskus variiert in der Grundfarbe von einem goldenen Braun bis zu einem olivefarbenem Braun.
Der Kopf und die Kiemendeckel sind von blaugrünen waagerechten Linien bedeckt, die sich bis in die Rückenflosse ziehen.
Ein schwarzes Band trennt Rücken und Afterflosse vom Körper.
Die Rückenflosse weist grüne oder blaue Streifen auf. Die Afterflosse ist mit Roten Punkten gesprenkelt. Die Augenfarbe kann
von leuchten rot bis gelb variieren.

 

 

Symphysodon aequifasciatus haraldi / Der Blaue Diskusfisch

Der Blaue Diskus ist nahe zu ausschliesslich in der Gegend um Manaus herum beheimatet. Vor allem der Rio Purus, seine Nebenflüsse (Rio Tapaná und Solimoes) und die Seen vor der Mündung in den Amazonas (Lago Manacapurù, Anamá) sind die Heimat des blauen Diskus.

Die Körperfarbe variiert zwischen einem hellem Braun und dunkelbraun. Kopf, Kiemendeckel und Stirn sind mit bläulichen waagerechten Linien überzogen. Die Linien setzen sich über den Rücken in die Rückenflosse fort, andere reichen bis in die   Afterflosse hinein. Die Rücken und Afterflossen sind oft mit blauen oder orangen Flecken versehen. Die langen  Bauchflossen sind Dunkelbraun mit roten und blauen Streifen. Die Augenfarbe kann hellorange bis leuchtend rot sein.

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Symphysodon aequifasciatus axelrodi / Der Braune Diskusfisch

Ich weiss nicht ob diese Art wirklich als solche wissenschaftlich beschrieben wurde oder ob es sich auch bei dieser Art nur um eine (Farb-) Variante einer anderen Diskusart (z.B. Symphysodon aequifasciatus haraldi / Blauer Diskusfisch) handelt und der Name "Symphysodon aequifasciatus axelrodi" ein Fantasieprodukt von Fischliebhabern ist. Deshalb ist diese Gattung in der Auflistung der Arten nicht enthalten.

Beschrieben 1960 von Schultz

Der Braune Diskus kommt eigentlich überall vor, wo der Blaue Diskus auch vorkommt sowie an einigen zusätzlichen Orten von denen es bisher keinen Nachweis für Blaue Diskus gibt. Das wohl bekannteste Gebiet in dem er vorkommt, ist Santarém und Alenquer. Dieses Gebiet liegt zwischen Manaus und der Mündung des Amazonas in den Atlantik. Hier leben der Braune Diskus im Amazonas oder im Seitenarm Rio Tapajós. Der Braune Diskus wird auch in Belém, einer Stadt nahe der Atlantikküste, im Rio Tocantins gefangen. Des weiteren wird er in nördlichen Seitenarmen des Rio Negro (Rio Branco) oder im Westen, an der Grenze zu Kolumbien (Rio Icá) gefangen.

Die Körperfarbe variiert von goldbraun bis dunkelbraun. Am Kopf und auf den Kiemendeckeln finden sich nur wenige blaue Streifen, die selten auf den Körper übergreifen. Die Rücken und die Afterflosse zeigen ein paar blaue und rote Streifen. Die Augenfarbe kann von hellgelb bis dunkelrot variieren.

 

 

Symphysodon aequifasciatus tarzoo / ?

keine Informationen

Diese Art wird nicht anerkannt.

Beschrieben wurde die Art 1959 von Lyons.

 

 

Alle weiteren Arten und Zuchtformen

werden nicht als Arten anerkannt.