Diskuszucht

Bätscher Marcel

Erstveröffentlichung 02.02.2002 www.diskus.ch.vu

Die Bilder und Berichte dieser Seite stammen aus Büchern und aus dem Internet. Die Berichte wurden von mir überarbeitet. Die Pflegehinweise sind nicht allgemeingültig und können unterschiedlich interpretiert werden. Daher kann ich keine Haftung für Schäden übernehmen, die aus der Anwendung meiner Tipps entstehen.

 

Die Diskuszucht

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht ist natürlich ein harmonisches Diskuspaar. Idealerweise lässt man sich aus mehreren Tieren sich selbst ein Paar finden.

Hat sich ein Diskuspärchen gefunden sollte es in ein Zuchtbecken umgesetzt werden. Das Zuchtbecken sollte bereits einige Zeit vorher vorbereitet werden und mit Osmosewasser das mit einem Teil Leitungswasser verschnitten und mit einem Diskussalz aufbereitet wurde gefüllt werden.

Der Leitwert im Becken sollte zwischen 120 bis 180 µS liegen.

Nach dem Einsetzen des Zuchtpärchens und einer Eingewöhnungszeit wird das Paar beginnen den zur Verfügung gestellten Laichkegel zu putzen. Danach beginnt das Weibchen mit dem Ablegen und das Männchen mit dem Befruchten der Eier.

Nach 1 bis 2 Stunden ist der Laichvorgang beendet. Hat das Männchen die Eierketten erfolgreich befruchtet, so werden sich nach 55 bis 65 Stunden aus den Eiern, am Kegel hängende, zappelnde Larven entwickelt haben.

Die Entwicklung der Eier hängt von der Temperatur des Wassers ab. Bei einer Temperatur von 30°C muss man mit ca. 60 Stunden rechnen, bis die Larven schlüpfen.

Es ist sehr hilfreich, wenn man für die Nachtzeit ein Nachtlicht in der Nähe des Geleges anbringt. Dieses kann sich günstig auf das Verhalten der Tiere auswirken. Einige Züchter lassen sogar die volle Beleuchtung in den ersten Tagen rund um die Uhr brennen.

Nach etwa 2 Tagen beginnen die Larven, die Elterntiere anzuschwimmen. Zwischen Eiablage und Freischwimmen der Larven bilden die Elterntiere ein spezielles Hautsekret auf ihrem Körper. Die Jungfische brauchen in den ersten vier Tagen nur das Hautsekret der Eltern zum als Nahrung.

Mit dem fünften Tag beginnt man mit der Zufütterung mit Artemia - Nauplien. Es versteht sich von selbst das sich die Menge nach der Anzahl der Jungtiere richtet und mit zunehmendem Alter öfters gefüttert werden muss.

So ab dem zwölften Tag kann man den Speiseplan erweitern.

Natürlich  darf man die Putzmaßnahmen nicht vergessen. Am besten entfernt man ein bis zweimal am Tag die Futterreste. Nach dem Freischwimmen der Larven sollte man täglich ein bis zwei Liter über Aktivkohle gefiltertes Leitungswasser beigeben. Grössere Wasserwechsel sollte man vermeiden, um den Jungtieren den Stress und die Schwankungen der Wasserwerte zu ersparen. Nach drei bis vier Wochen können die Jungtiere von den Eltern getrennt und separat grossgezogen werden.