Ancistrus dolichopterus (Kner, 1854)
Bätscher Marcel
Erstveröffentlichung 02.02.2002 www.diskus.ch.vu
Mein Welspärchen mit dem ich schon Zuchterfolge hatte
| wissenschaftliche Bez. | Ancistrus doncnopterus |
| deutscher Name | Blauer Antennenwels |
| Erstbeschreibung | Kner, 1854 |
| Synonyme | mir keine bekannt |
| Länge | 10 - 15 cm |
| max. Alter | Aquarium bis zu 10 Jahre Aquarium.ger, Maik Arlt |
| Flossenformel |
D 1/8-9; A 1/4; V 1/5; 23-24 Knochenschilder in einer Längsreihe, 6-9 Hakenstacheln am Interoperculum |
| Vorkommen | Amazonasstrom,
Guayana
|
| Geschlechtsunterschied |
Männchen haben Tentakel am Schnauzenrand
und auf der Stirn, kräftig, lang, z.T. gegabelt |
| Ansprüche | Becken ab 80 l Inhalt für 1 Männchen und 2 Weibchen |
| Wasserwerte | 21 - 25 (28) °C, sauerstoffreiches Wasser bevorzugt, Härte und pH geringere Bedeutung |
| Ersteinführung | mir nicht bekannt |
| Literatur |
Dr. Otto Mike / Dr.
Mike Otto (Mail)/
otto@goofy.zdv.uni-mainz.de
(Mail) / http://www.uni-mainz.de/~otto/ |
Artbeschreibung
Blauer Antennenwels
Ancistrus doncnopterus
Bätscher Marcel

Farbe und Aussehen des Blauen Antennenwels
Die Färbung der Antennenwelse ist dunkelbraun bis grau- oder grünbraun. Manche Exemplare sind dunkler gefleckt. Ich habe festgestellt, dass die dunklen Flecken vererbbar sind. Ich gehe davon aus, dass diese Flecken die Eigenschaft einer bestimmten Population aus den Ursprungsgebieten ist. Wenn sich die Fische wohl fühlen sind sie oft sehr dunkel mit blauschwarzem Schimmer. Die Unterseite ist etwas heller. Die Flossen sind blauschwarz, D und A mit schmutzigweißen Flecken und hellem Rand, C mit hellen Spitzen. Die Jungtiere haben meist eine intensivere blaue Tönung mit zahlreichen weißen Flecken auf dem Körper und den Flossen. Diese Flecken verblassen jedoch mit zunehmendem Alter. D und A außerdem mit leuchtend weißem Saum. Dieser Saum ist bei einigen Exemplaren bis ins hohe Alter zu sehen.
Haltung
Die Antennenwelse bewohnen Bäche und Flüsse mit (zumindest Zeitweise) schnell fliessendem Wasser. Daher mögen sie auch im Aquarium (schnell) fliessendes und sauerstoffreiches Wasser mit Temperaturen zwischen 21 - 28° C. Die Härte und der pH-Wert haben geringere Bedeutung. Pflanzliche Nahrung (Algen etc.) und Holz zum raspeln sind zwingend notwendig.
Pinsel- und Bartalgen werden nicht gefressen.
Deshalb eignet sich der Antennenwels auch nicht zur Algenbekämpfung wie viele Aquarienliebhaber glauben.
Zucht
Die Zucht wird in der Regel durch einen ausgiebigen Wasserwechsel mit einer Temperaturabsenkung von ca. 5° C ausgelöst. Mit dem Wasserwechsel und der Temperaturveränderung simuliert man das Ende der Trockenzeit. In dieser Zeit beginnt in der Natur das Paarungsritual, mit der Gewissheit, dass die baldigen Regenfälle viel neue Nahrung für die Jungfische bringen. Falls dieses Vorgehen alleine nicht genügt, kann man die Paarung durch das Auslassen von 1 - 2 Wasserwechseln und anschliessendem "Grosswechsel" provozieren. Denn auch in der Natur ist oft zu beobachten, dass die Antennenwelse kurz vor der Regenzeit in erbärmlich abgestandenen Tümpeln leben müssen.
Es versteht sich von selbst, dass eine gute Fütterung der Tiere die Paarungsbereitschaft erhöht. Meist wird in der Laich vom Männchen in Röhren, Höhlen oder unter Moorkienholz aufmerksam bewacht und gepflegt. Das Männchen putzt die Eier und entfernt allfällige Verpilzungen und tote Eier. Die Jungen schlüpfen nach etwa 5 Tagen und können sofort mit Artemia-Nauplien angefüttert werden.
Besonderheiten:
Die Art raspelt besonders viel Holz. Wenn den Welsen kein Holz zur Verfügung gestellt wird, werden sie krank und werden bald verenden.
Systematik
| Ordnung | Siluriformes | Welse | |
| Familie | Loricariidae | Harnischwelse | |
| Unterfamilie | Ancistrinae |
Einige weitere Bilder meiner Welse