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Cannes 2004

 

 

Fanny Ardant: „Ich bin romantisch für zwei"

 

 

„Ich habe niemals meine Rollen nach dem Geld oder dem Ruhm ausgesucht", sagt Fanny Ardant. Der französische Top-Star stellte in Cannes den Film „The Smell of Blood" vor, eine italienische Produktion von Regisseur Mario Martone, die in der Reihe „Quinzaine des Réalisateurs" gezeigt wurde.

 

Die 55-jährige Schauspielerin habe immer versucht, „sich keinem Diktat zu unterwerfen. Ich habe eine einfache Wohnung in Paris, kein Haus, keine Jacht oder sonstigen Schnickschnack. Deshalb musste ich auch nie des Geldes wegen eine Rolle annehmen, die mir nicht zugesagt hat, um meinen Besitz zu erhalten", so Ardant im Exklusiv-Interview mit cineplexx.at.

 

„Das wichtigste ist mir meine Freiheit", sagt Ardant. Deshalb wäre es auch so toll gewesen, gemeinsam mit Mario Martone und Co-Star Michele Placido „The Smell of Blood" zu drehen. In dem Film geht es um eine von ihrem Mann betrogene Ehefrau mittleren Alters (Ardant), die sich mit einem jungen Liebhaber tröstet - ganz zum Ärger des Gatten, der plötzlich Anzeichen von Eifersucht verspürt. Sexuell gewagte Szenen machen den Film zu einem kleinen Skandal. „Aber das war mir egal", sagt Ardant. „Der Film zeigt Sex, wie er wirklich ist, ohne etwas zu beschönigen, zu stilisieren oder gar zu idealisieren". Und echter Sex ist eben unromantisch, hart, unschön anzusehen. „Was aber nicht heißt, dass ich nicht romantisch bin", meint Ardant. „Sehr sogar! Romantisch und leidenschaftlich. Der ideale Mann muss Humor haben und intelligent sein. Romantisch braucht er nicht sein, denn ich bin romantisch für zwei!"



Matthias Greuling

 

 

 

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