Da setzen sich 15 VertreterInnen aus Parteien, Wirtschaft und Gewerkschaften zusammen und erarbeiten ein 13 Module umfassendes Papier mit dem Titel Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Dass damit eine rapide Verschlechterung für die Lohnarbeiter gemeint ist wird deutlich, wenn man sich die Vorschläge im Genaueren anschaut. Da geht es um die Ausweitung des Niedriglohnbereichs, die Förderung der Scheinselbstständigkeit (Ich-AG´s), die private Ausbildungsfinanzierung per Lehrgeld aus den Taschen von Oma und Opa usw.
Unter dem Begriff Globalisierung haben die Staaten den totalen Weltmarkt eingerichtet und erklären den Globus zum Geschäftsfeld ihrer Kapitalistenklasse. Zentral geht es dabei um die rentable Ausnutzung der Arbeit.
Gegen dieses Vorhaben von Staat, Kapital und ihren Gewerkschaften hilft nicht nur der Protest alleine, sondern auch das Bewusstsein darüber, was die Ursachen sind - der Kapitalismus selber. Die Illusion in einen neuen Sozialstaat al´a 60er und 70er Jahre, der unsere Probleme lösen könnte geht glatt am Problem vorbei. Die Analyse, dass nur zahlungskräftige Kunden der Wirtschaft aus der Krise helfen, verkennt woher der Profit überhaupt stammt, nämlich aus der rentablen Verhunzung des Lohnarbeiters. Tagtäglich wird deutlich, dass der Kapitalismus immer zu unseren Schaden funktioniert. Die Empörung und der Protest wird daran nichts grundlegendes ändern, wenn er nicht radikal mit dem Kapital-, seinem Lohnarbeitsverhältnis und der Illusion in den Staat bricht.
Die Hintergründe der Angriffe diskutieren, Erfahrungen austauschen und Perspektiven entwickeln.
Die Hartz-Kommission: ihre ganz realkapitalistischen Gründe und die Notwendigkeit der revolutionären Aufhebung des Kapital-, seines Lohnarbeitsverhältnisses und des Staates.
Blauer Salon, Mehringhof (Gneisenaustr. 2a / U-Bhf. Mehringdamm)
Am Fr., 13.12.02 19.00 h